Von Halbautomaten, Rechen-Vollautomaten und Speicher-Superautomaten

Bilder und Texte zur Automatisierung der mechanischen Rechentechnik

Facit CA 2-16 Rheinmetall Monroe IQ-213 Archimedes Arithmometer
Vom Modell T zur 1051
Die 10-Tasten-Universal-
Rechenmaschinen von FACIT
Staffelwalzenmaschinen
aus Sömmerda
Speichervorrichtungen bei Vierspezies-Rechenmaschinen Archimedes - Diehl
Vom Arithmometer zum
druckenden Rechensystem
Facit Rheinmetall SAR IIc S Thales Diehl transmatic

"Ein Automat (griech.) ist im weitern Sinn jede sich selbst bewegende mechanische Vorrichtung, die durch im Innern verborgene Kraftmittel (Federn, Gewichte etc.) in Bewegung gesetzt wird, z. B. Uhren, Planetarien u. dgl.; im engern Sinn ein mechanisches Kunstwerk, welches vermittelst eines innern Mechanismus die Thätigkeit lebender Wesen, der Menschen (Android) oder Tiere, nachahmt und meist auch an Gestalt diesen nachgebildet ist." (aus Meyers Konversationslexikon von 1885-1892)

In der Fachliteratur verwendet(e) man den Begriff "Rechenautomat" meist nur im Zusammenhang mit elektronischen programmgesteuerten Rechenanlagen, die im technisch-wissenschaftlichen Bereich zum Einsatz kamen. Betrachtet man jedoch Prospekte von Büromaschinen-Herstellern aus den 1930er bis 1970er Jahren, so findet man dort ebenfalls Rechenautomaten im Angebot, und zwar in verschiedenen Varianten: von Halbautomaten bis hin zu "vollelektrischen Speicher-Superautomaten". Es handelte sich dabei um elektrisch-mechanische Rechenmaschinen für den Einsatz im Büro sowie für Privatleute. Sie konnten teilweise oder vollständig auch eine Multiplikation oder Division ausführen, also bei der Division mindestens eine Dezimalstelle des Quotienten automatisch errechnen oder bei der Produktbildung wenigstens eine Dezimalstelle des Multiplikators selbsttätig verarbeiten. Während der Halbautomat eine Multiplikation oder Division nur stellenweise ausführt (mit Stopdivision bzw. Wahltastatur für den Multiplikator), kann der Vollautomat nach dem Eintasten der zu verknüpfenden Zahlen sowohl das Produkt als auch den Quotienten ohne Eingriff des Benutzers berechnen. In diesem Sinne sind die vollautomatischen Rechenmaschinen die Vorläufer unserer heutigen Taschenrechner. Als Speicherautomaten und "Superautomaten" wurden jene Rechenmaschinen bezeichnet, die neben der automatischen Multiplikation und Division noch mit zusätzlichen Einrichtungen ausgestattet waren, wie z.B. Summier- oder Parallelwerk im Schlitten, Rückübertragung ins Einstellwerk, Dezimaltabulator für den Dividenden, automatische Quadrier- oder sogar Radiziervorrichtungen. Obige Liste ist eine Sammlung von Aufsätzen und Büchern zu elektrisch-mechanischen Rechenmaschinen, die im Zeitraum von 1900 bis 1970 produziert wurden. Bilder und Daten zu weiteren Rechenautomaten findet man beispielsweise auf den folgenden Internetseiten:


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